Arbeit der Oldenburger Bürgerstiftung findet weitreichende Anerkennung

Gütesiegel für soziale Gerechtigkeit und ehrenamtliches Engagement für die Stiftung. Ehrenamtliche werden gesucht.

Die Oldenburger Bürgerstiftung hat es im 10. Jahr ihres Bestehens wieder erreicht, dass ihr das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen erneut verliehen wird. Der Oldenburger Bürgerstiftung wird damit zum wiederholten Male bestätigt, dass ihre Satzung den Merkmalen einer ordentlichen Bürgerstiftung entspricht. Wichtig ist, dass die Oldenburger Bürgerstiftung wirtschaftlich und politisch unabhängig ist und gemeinnützig für Bürger eines definierten Einzugsgebietes (Oldenburg und Umgebung) handelt. Von Bürgern für Bürger. Politische Gremien und Verwaltungsspitzen dürfen keinen Einfluss auf Entscheidungen nehmen. In der Regel umfasst der Stiftungszweck den kulturellen Sektor, Jugend und Soziales, das Bildungswesen, Natur und Umwelt und den Denkmalschutz. Die Oldenburger Bürgerstiftung wirkt schwerpunktmäßig bei der Förderung der Bildung und Erziehung, der Jugend- und Altenhilfe und der Kunst und Kultur.

Die besonderen Projekte der Oldenburger Bürgerstiftung sind der Bürgerbrunch, der alljährlich weit über 1.000 Menschen zum gemeinsamen Frühstück auf dem Schlossplatz einlädt. Aus dem Erlös werden verschiedene Projekte mit finanziert. Die Schultütenaktion sorgt dafür, dass rund 200 finanzschwache Familien für ihre ABC-Schützen rechtzeitig zum Schulbeginn eine prallgefüllte Schultüte mit nützlichen aber auch süßen Sachen bekommen. Bei dem Projekt „Baby Begegnung“ besucht eine Mutter einmal die Woche mit ihrem neugeborenen Baby einen Kindergarten. Die Kinder lernen durch Beobachten der Interaktionen zwischen Mutter und Baby fürsorgliches Verhalten und soziales Miteinander. „Schule in Bewegung“ ist ein Projekt mit dem Ziel, Kinder durch Sport und Bewegung bei der Entwicklung zu gesunden und aktiven Persönlichkeiten zu helfen. Seit langem unterstützt sie wesentlich die Flüchtlingsarbeit in Oldenburg. Für die „Aktion Fahrrad“ erhielten die Ehrenamtlichen der Oldenburger Bürgerstiftung den Oldenburger Integrationspreis 2015. Das Projekt hilft Flüchtlingen, Fahrräder zu reparieren und diese für die eigenständige Mobilität und Integration zu nutzen. Mit ihren Projekten fördert die Oldenburger Bürgerstiftung soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, den Austausch zwischen den Generationen und die Mobilisierung bürgerschaftlichen Engagements. Bei allen Projekten sind ihr die Nachhaltigkeit und ihr spürbarer Nutzen für das Gemeinwesen sehr wichtig. Für diese Arbeit ist sie ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfers. Sie feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Infos: www.oldenburger-buergerstiftung.de

Das Foto zeigt den Vorstand der Oldenburger Bürgerstiftung von links: Markus Fettback, Bettina Unruh, Dietmar Schütz (1. Vorsitzender), Dr. Andreas Blomenkamp

Das neue Gesicht der Oldenburger Bürgerstiftung

Das neue Logo als kompakteste Darstellungsform der Oldenburger Bürgerstiftung spielt die entscheidende Rolle für die Wahrnehmung nach innen und außen.

Der Name wurde aus „sprachlichen“ und grafischen Gründen geändert. „Oldenburger Bürgerstiftung“ spricht sich leichter als „Oldenburgische Bürgerstiftung“. Außerdem konnte das Wort „Oldenburger“ leichter in die Grafik eingebaut werden. Der Bogen symbolisiert den Anspruch an die Gemeinsamkeit im Wirken der Bürgerinnen und Bürger.

 

Flüchtlingshilfe

Fluechlingshilfe-Oldenburgerbuergerstiftung

Für die ganz wesentlich von der Bürgerstiftung unterstützte Aktion Fahrrad erhielten die Ehrenamtlichen den Oldenburger Integrationspreis 2015. Das Projekt hilft Flüchtlingen, Fahrräder zu reparieren und diese für die eigenständige Mobilität und Integration zu nutzen.

20 Schrauber haben bisher 1.000 gespendete Fahrräder für Flüchtlinge repariert. Das ist die Bilanz im April 2018

Als Deutschland im Jahr 2015 von einer großen Flut an Schutzsuchenden aus aller Welt quasi überschwemmt wurde, haben Inge Viezens und Petra Lübbering die Idee entwickelt, alte Fahrräder zu sammeln, reparieren zu lassen und den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Petra Lübbing ist bedauerlicherweise inzwischen verstorben. Unterstützt wird die Aktion seither von der Oldenburger Bürgerstiftung. Die Stiftung stellt Geld für Material zur Verfügung. „Auch die Stadt zeigt sich großzügig“, sagt Viezens. Rund 20 Schrauber, Laien und Profis, haben seit drei Jahren unter der Federführung von Inge Viezens rund 1.000 von der Bevölkerung Oldenburgs gespendete Fahrräder repariert. Sie werden den Flüchtlingen gegen ein Entgelt von 20 Euro (inkl. Schloss und Korb) zur Verfügung gestellt. Ein Kinderrad kostet nur 5 Euro und jedes Kind bekommt auch noch einen Helm dazu. Nein, es ist kein Verein, der dazu gegründet wurde. „Unser Projekt ‚Fahrräder für die Flüchtlinge‘ läuft auch ohne Vereinsritualien professionell ab“, berichtet Viezens. Dazu gehört auch eine polizeiliche Registrierung aller Fahrräder, die auf den Namen der Oldenburger Bürgerstiftung läuft. Jedes Fahrrad bekommt ein Etikett, auf dem alle notwendigen Daten verzeichnet sind. Die Empfänger bekommen dazu einen Pass mit den gleichen Daten. Unterstützt werden die Schrauber auch von Flüchtlingen. In einem der riesen großen Hanger (Shelter genannt) auf dem ehemaligen Fliegerhorst sind die Fahrräder untergebracht. Vom Staatstheater Oldenburg wurden nicht mehr benötigte Kulissen gespendet, aus denen ein beheizbarer Raum in diesem Hanger gebaut werden konnte. Da steht dann auch schon mal der Titel einer bekannten Komödie oder eines erfolgreichen Trauerspiels an der Wand.

Mit Begeisterung sind 13 Frauen aus dem Iran, Irak, Eritrea, Syrien und anderen Ländern dabei, innerhalb einer Woche Fahrrad fahren zu lernen. Astrid Buntzel, Karin Bartelt und Maria Rißel holen die Frauen von Zuhause ab und bringen sie auch wieder zurück. Das Gebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorst ist perfekt zum Fahrradfahren lernen. Kein „Gegenverkehr“, kein Auto kreuzt die Wege und kein Fußgänger „steht im Weg“. In ihren Herkunftsländern ist Fahrradfahren für Frauen teilweise nicht erlaubt. Nach einem Tag Theorie mit vielen Videos, teilweise in ihrer Landessprache, beherrschen die Teilnehmerinnen schon bald die deutschen Verkehrsregeln. Die Kosten für die „Fahrlehrer“ Rudi Czipull und Wolfgang Bertram von der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg trägt die Oldenburger Bürgerstiftung. Der jüngste Teilnehmer ist 6 Jahre alt und radelt einfach so los. Er braucht keinen „Trainer“. Die Frauen üben zu Anfang auf einen „Simulator“, der Steigungen und Gegenwind nachahmt. Um das Gleichgewicht zu üben wird zunächst ein Tretroller benutzt. Die praktische Übung dauert zwei Stunden pro Tag. Eine Fahrt in die Stadt gehört ebenfalls zur Ausbildung. Zum Schluss wird allen Teilnehmerinnen ein Fahrrad überreicht. Gegen Entgelt natürlich. „Ich finde das enorm, was hier so unbürokratisch und ehrenamtlich geleistet wird“, freut sich unser Vorstandsmitglied Bettina Unruh.

Schultütenübergabe 04.09.15

Schultütenübergabe: 4.September, 10.00Uhr PFL

NWZ vom 25.08.2015:

Oldenburger Bürgerstiftung hilft bedürftigen Erstklässlern
150 Schultüten sind schon fertig. Seniorenheime und Soziale Einrichtungen bastelten kräftig mit.

Die Zahl der Schultüten, die von der Oldenburger Bürgerstiftung alljährlich an bedürftige Erstklässler überreicht werden, erhöht sich von Jahr zu Jahr. Waren es anfangs mal rund 80 Schultüten, so kann die Oldenburger Bürgerstiftung am 4. September an 150 Kindern eine gefüllte Schultüte in einer Feierstunde im PFL überreichen „Auf der einen Seite freuen wir uns, dass wir so vielen Kindern helfen können, auf der anderen Seite zeigt es aber auch, dass der jährliche Bedarf – auch bedingt durch neue Flüchtlingsströme – wächst“, sagt der Vorsitzende der Oldenburger Bürgerstiftung Dietmar Schütz. Welche Kinder bedürftig sind, wird in den Kindergärten ermittelt. „Die Erzieherinnen wissen durch den Kontakt mit den Eltern am besten, welche Kinder eine Unterstützung bekommen sollten“, meint der Vorsitzende

Viele Eltern von Erstklässlern in Oldenburg können eine ordentliche Ausstattung zum Schulanfang, die rund 200 Euro kostet, nicht bezahlen. Die öffentlichen Mittel, die finanziell schwachen Familien zur Verfügung gestellt werden, reichen nicht aus. Deshalb springt die Oldenburger Bürgerstiftung ein. Ehrenamtliche Helfer haben die Schultüten mit praktischen aber auch mit süßen und lustigen Sachen gefüllt. Zahlreiche Oldenburger Firmen beteiligen sich mit Sachspenden an dieser Aktion.

Bewohnerinnen und Bewohner von 10 Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen haben mit viel Liebe und Engagement die Schultüten reich mit allerhand lustigen Figuren dekoriert und verziert. Unter Anleitung der Betreuungskräfte wurden Schmetterlinge, Zahlen und bunte Figuren ausgeschnitten und aufgeklebt. Iris von Quistorp, Erna Büsing, Lieselotte Schönwälder und Hannelore Wundram wohnen im Seniorenheim am Küstenkanal. „Es war eine wunderbare Idee, wir fühlten uns in die eigene Kindheit versetzt“, sagen sie einhellig und alle „Aktivistinnen“ bestätigen, dass sie gern wieder mitmachen würden. Sie freuen sich schon, wenn die Schultüten überreicht werden und sie im PFL dabei sein können. Jana Reiners, von der Gemeinnützigen Werkstätten ist überzeugt: „Unsere Bewohnerinnen und Bewoher sind mit Herzblut dabei und freuen sich, etwas für Kinder tun zu können“.

Kleiderspende für Flüchtlinge

Wir in der Oldenburger Bürgerstiftung sind uns der Verantwortung bewusst, den Kriegsflüchtlingen durch Kleiderspenden zu helfen. Unter Leitung unseres Ehrenamtlichen Eilert Freese organisierten wir die Sammlung von Winterkleidung. Herr Freese übergab am 10. Dezember umgerechnet das Volumen eines Kubikmeters an sortierter Kleidung in einzeln abgepackten Plastiksäcken an die Caritas.

Für seinen persönlichen Einsatz danken wir ihm sehr.