Interkulturelle Woche vom 23.09.-29.09.2019


Bildung im Vorübergehen nun auch an der Roggemannstraße

Nun wird auch über die Verdienste von Dr. Diedrich Gerhard Roggemann auf einem Zusatzschild zum Straßennamen informiert. Die Oldenburger Bürgerstiftung will über bekannte und verdiente Oldenburger Bürgerinnen und Bürger aufklären. Die Erklärungen der Schilder sind auch digital, über einen QR-Code, abrufbar.
Nach Justin Hüppe, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Peter Ludwig wurde nun Roggemann bedacht. „Dr. Diedrich Gerhard Roggemann hat viel für unsere Stadt geleistet. Er prägte nicht nur die Politik unserer Stadt, sondern hat durch sein Handeln auch zur positiven Entwicklung Oldenburgs beigetragen“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Als Krogmann nach Oldenburg kam, hätte er zuerst in der Roggemannstraße in einer kleinen Mansarde gewohnt, berichtet der Verwaltungschef. Roggemann war von 1890 bis zu seinem Tod im Jahr 1900 als Oberbürgermeister im Amt. Von 1891 bis 1900 war er zudem Abgeordneter im Oldenburgischen Landesparlament und von 1891 bis 1896 Präsident des Parlaments. In seiner Zeit als Oberbürgermeister verbesserte er insbesondere die städtische Infrastruktur. In seiner Amtszeit wurde ein städtischer Schlachthof gebaut, der Hafen erweitert und Wasserleitungen sowie die Kanalisation angelegt.

Dietmar Schütz, Vorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung und ehemaliger Oberbürgermeister dankte der Stadt, den Anwohner und dem Nachfahren Herrn Jürgen Roggemann für’s mitmachen. Die Finanzierung erfolgt im Idealfall, so wie in der Roggemannstraße, vollständig durch die Anwohner bzw. von Nachfahren. Fehlende Mittel werden durch die Oldenburger Bürgerstiftung ausgeglichen. Dr. Jörg Hilsebecher ist in der Roggemannstraße aufgewachsen und ist nach längerer Abwesenheit wieder in Oldenburg. „Das ist eine gute Idee. So kann man sich als Oldenburger gut mit seinen berühmten Bürgern identifizieren“, sagte Hilsebecher.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

150 Schultüten ließen Kindergesichter strahlen

Das ist das Schöne an der Schultütenaktion der Oldenburger Bürgerstiftung: Rund 100 Bewohner von 12 Altenwohnheimen, sozialen Einrichtungen und der Wollgruppe der Baumhaus Werkstatt in Osternburg haben kunterbunte sehr kreative Schultüten für Kinder gebastelt. Die Motive reichten von siegreichen Fußballvereinen, Märchenbildern, Tiermotiven und allerlei phantasievollen Figuren. Ein besonderer Dank ging deshalb auch von Bettina Unruh, Vorstandsmitglied der Oldenburger Bürgerstiftung und Geschäftsführerin der Baumhaus GmbH, an die Aktiven aus den sozialen Einrichtungen. Mit viel Applaus wurden die betagten Bastlerinnen und Bastler vom Publikum im vollbesetzten Saal des PFL bedacht.

Die Zahl der Schultüten, die von der Oldenburger Bürgerstiftung alljährlich an bedürftige Erstklässler überreicht werden, erhöht sich von Jahr zu Jahr. Waren es anfangs mal rund 80 Schultüten, so konnte am 16. August 2019 an rund 150 Kindern je eine prall gefüllte Schultüte in einer kleinen Feierstunde im PFL überreicht werden. „Auf der einen Seite freuen wir uns, dass wir so vielen Kindern helfen können, auf der anderen Seite zeigt es aber auch, dass der Bedarf an sozialer Mithilfe in Oldenburg ständig wächst“, sagte Unruh. Welche Kinder bedürftig sind, wird in den Kindergärten und Kindertagesstätten ermittelt. „Die Erzieherinnen wissen durch den Kontakt mit den Eltern am besten, welche Kinder eine Unterstützung bekommen sollten“, meinte Unruh.

Viele Eltern von Erstklässlern in Oldenburg können eine ordentliche Ausstattung zum Schulanfang, die rund 200 Euro kostet, nicht bezahlen. Die öffentlichen Mittel, die finanziell schwachen Familien zur Verfügung gestellt werden, reichen oft nicht aus. Deshalb springt die Oldenburger Bürgerstiftung hier ein. Die Mittel wurden dieses Jahr unter anderem durch den Bürgerbrunch finanziert. Ehrenamtliche Helfer füllen die Schultüten mit praktischen aber auch mit süßen und lustigen Sachen.

Ein großes herzliches Dankeschön an alle mitwirkenden Einrichtungen, die Kindergärten und unseren Ehrenamtlichen!

Aktion Schultüte im Endspurt

Am Samstag ist es soweit. Die ABC-Schützen werden eingeschult.

Damit alle Kinder glückliche Gesichter haben, werden diese und noch weiterte Schultüten am Freitag an unterstützungsbedürftige Kinder verteilt. Ehrenamtliche befüllen insgesamt 150 Schultüten mit Nützlichem und Süßem.
Vielen Dank an alle Spender und Sponsoren, z.B. beim Bürgerbrunch am 23. Juni. Und natürlich ein herzliches Dankeschön an die lieben Bastler und Bastlerinnen von Oldenburger Einrichtungen, die sich wieder richtig viel Mühe gegeben haben und so tolle Schultüten gestaltet haben:

Johanniter-Unfallhilfe e.V. Tagespflege „Am Bürgerbusch“
Altenwohnzentrum Haus am Flötenteich
DRK-Schwesternheim der Oldenburgischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. Bodenburgallee
AMARITA Oldenburg Clausewitzstraße
Baumhaus gGmbH
HANSA Seniorenzentrum am Küstenkanal
Alten- und Pflegeheim Bodenburgallee gGmbH
Ev. Altenzentrum Bischof Stählin gGmbH
Domicil Seniorenheim GmbH
Caritas Tagespflege Alexanderstraße und Peterstraße
Stadtteiltreff Dietrichsfeld

Donnerschwee – Bummel durch die Wasserschutzzone Nr. 1

25 Plätze gab es, und die waren schnell ausgebucht: Bei der jüngsten Bürgerführung der Oldenburger Bürgerstiftung ging es durch Donnerschwee. Dietmar Schütz, Vorsitzender der Bürgerstiftung und ehemaliger Oldenburger Oberbürgermeister, hatte zusammen mit Sigrun und Werner Späth vom Vorstand des Bürgervereins Donnerschwee ein umfangreiches Programm über zwei Stunden vorbereitet. Vom ehemaligen Stellwerk an der Ecke Donnerschweer Straße/Kranbergstraße ging es direkt zum Wasserturm.

Michael Emschermann, Chef der VWG (Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg) führte umfassend in die Architektur und die Arbeitsweise des Wasserwerks ein und erläuterte auch den wunderschönen Park, in dem all die funktionalen Gebäude stehen. Nein, der Park könne nicht für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sagte er. „In Oldenburg haben wir hervorragendes Trinkwasser, das Sie bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken können“, so Emschermann. Aber diese Reinheit des Wassers würde gefährdet sein, wenn zu viele Menschen, Fahrzeuge oder Tiere den Park betreten würden. Auf dem 36 000 m² großen Gelände befinden sich zehn Brunnen. „Es ist die Wasserschutzzone Nr. 1 in Oldenburg.“

1896 wurde der Wasserturm gebaut. Holger Oeltjenbruns vom Netzmanagement Gas/Wasser der EWE Netz GmbH führte durch den Park und erläuterte die einzelnen Bauwerke. Im Turm selbst befinde sich ein 500 Kubikmeter großer Behälter als Was-serspeicher. „800 Kilometer Leitungen durchziehen die Straßen von Oldenburg und noch einmal 800 Kilometer zu den einzelnen Haushalten“, erklärte der Fachmann. 45 000 Anschlüsse gibt es in Oldenburg. Von dem alten Turm aus werden auch die Wasserwerke in Alexandersfeld und Sandkrug gesteuert; mit insgesamt 45 Brunnen.

In allen Wasserwerken und Reinwasserbehältern kann insgesamt ein Volumen von rund 13 200 Kubikmeter Trinkwasser gespeichert werden. Der jährliche Trinkwasserverbrauch der Stadt Oldenburg im Jahr 2014 betrug rund neun Millionen Kubikmeter. Seit 1991 ist das Wasserwerk Donnerschwee auf den computergesteuerten Betrieb umgestellt. 1993 wurde sein Wasserturm grundlegend saniert.

Eckhard Krüdecke, ehemaliger Vorsitzender des Bürgervereins, führte die Gruppe über den Otter- und Pfänderweg. Ziel war das „Tafelgut“ Donnerschwee in der Wehdestraße, einst einer der sechs Hausmannshöfe, aus denen die Bauerschaft bestand. Es war eine Art Domäne, aus der der gräfliche Hof seine Lebensmittel bezog, sozusagen auf die Tafel des Hofes. Seit 1849 steht es unverändert an der Wehdestraße. Besitzer ist heute Jürgen Romanowsky.

Autor und Bild: Eilert Freese