Heute für Morgen – was wir fördern

Für die Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft in Stadt und Region Oldenburg konzentrieren wir uns zurzeit darauf, nachhaltig wirkende Projekte im kulturellen und sozialen Bereich zu unterstützen und zu initiieren.

Mit unserer Projektarbeit fördern wir soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, den Austausch zwischen den Generationen, die Mobilisierung bürgerschaftlichen Engagements und den Schutz von Natur und Umwelt. Bei allen Projekten ist uns ihre Nachhaltigkeit und ihr spürbarer Nutzen für das Gemeinwesen sehr wichtig.

Damit aus guten Ideen auch erfolgreiche Projekte werden, engagiert sich die Bürgerstiftung doppelt:

  • operativ, indem sie Projekte selber initiiert oder auch die Projektideen von anderen unterstützt.
  • fördernd, indem sie das nötige Geld für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte besorgen hilft.

Möchten Sie Fördergelder für Ihr Projekt beantragen bitten wir Sie, unseren Förderantrag auszufüllen.

Aktion Schultüte

Viele Kinder wachsen in Familien auf, die wenig Geld zur Verfügung haben. Sozialleistungen, die der Familie vom Staat zur Verfügung gestellt werden, reichen oft nur für das Nötigste.

Unser Ziel ist es, den Kindern durch diese Aktion einen guten Start ins Schulleben zu ermöglichen und für mehr Chancengleichheit zu sorgen. Ebenfalls möchten wir die Generationen miteinander verbinden.

Ältere Menschen und Menschen mit Handicap basteln die Schultüten für die zukünftigen Erstklässler. Vor Schulbeginn werden diese Schultüten von uns mit Süßigkeiten und verschiedenen Schulmaterialien wie Tuschkästen, Buntstiften, Radiergummis, Schreibetuis und einigem mehr gefüllt. Bei der Übergabe, die kurz vor der Einschulung stattfindet, treffen sich die Generationen und die Tüten werden in einem festlich-fröhlichen Rahmen verteilt.

Über die Oldenburger Kindergärten können Eltern ihr Kind im Frühjahr des Einschulungsjahres für die Aktion anmelden. Den die Erzieher und Erzieherinnen wisssen durch ihren engen Kontakt zu den Familien, welche Kinder eine Unterstützung benötigen.

Nur mithilfe von Förderern, die mit Sach- oder Geldspenden diesen guten Zweck unterstützen, können wir dieses Projekt durchführen.

Praktische Tipps in Erziehungsfragen für junge Mütter und Väter.

Liebe Eltern,
die Oldenburger Bürgerstiftung möchte Ihnen zur Geburt Ihres Kindes gratulieren!
Ein Kind aufwachsen und gedeihen zu sehen ist ein tägliches Wunder mit vielen Freuden – und auch eine große Herausforderung und viel Arbeit. In den nächsten Jahren werden Sie wunderbare, aufregende und beglückende Augenblicke erleben. Manchmal gibt es auch schwierige Situationen und Zeiten, in denen man unsicher ist, besorgt oder wütend und nicht weiß, wo einem der Kopf steht. Zu diesen Zeiten ist man froh über einen guten Rat, eine sachliche Information oder einfach erleichtert, wenn man weiß, dass es anderen Eltern ebenso geht!
Wir möchten Sie – neben all den Tipps und Hinweisen, die Sie sicherlich von vielen Seiten erhalten – auf eine besonders verlässliche und bewährte Ratgeber-Quelle hinweisen:
Die Elternbriefe des Arbeitskreises „Neue Erziehung“ im Internet unter www.ane.de
In diesen Briefen, formuliert von Fachleuten unter Mitwirkung erfahrener Eltern und somit genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, finden Sie fast alles, was Sie über die Entwicklung und Erziehung Ihres Kindes wissen sollten.
Auf der oben genannten Homepage finden Sie weitere Informationen. Sie können dort auch die Briefe direkt lesen und ausdrucken (allerdings in optisch reduzierter Form und nicht ganz so aktuell wie die laufend überarbeiteten Druckausgaben). Zudem können Sie gezielt nach einzelnen Themen suchen und Extrabriefe zu speziellen Themen lesen.
In Kooperation mit der Aktion „Aktiv für Kinder“ (www.a4k.de) stehen Elternfilme zur Verfügung. Dort können Sie auch spezielle Texte zur Sprachentwicklung abrufen, die es in zehn verschiedenen Sprachen gibt. Die Elternbriefe des ANE sind übrigens auch in türkischer Sprache (mit deutscher Übersetzung) erhältlich.
Die insgesamt 46 Elternbriefe begleiten Sie bis zum achten Lebensjahr Ihres Kindes. Sie können die Briefe bestellen, zum Beispiel online beim Arbeitskreis „Neue Erziehung“ über die oben genannte Homepage, oder über die Oldenburger Bürgerstiftung dank Sonderkonditionen für nur 35 Euro. Dazu senden Sie uns bitte die Elternbriefanforderung ausgefüllt zu.
In jedem Fall gilt: Eine gute Investition. Sie erhalten dann die Briefe einzeln zugesandt, jeweils rechtzeitig zum passenden Alter, anfangs monatlich, später alle zwei, drei oder vier Monate.

Bei Interesse kontaktieren Sie einfach unsere Geschäftsstelle oder senden uns die Elternbriefanforderung ausgefüllt zu.

In Oldenburg gibt es viele Straßen, die die Namen verdienter Größen tragen. Aber wer kennt schon alle ihre Lebenswege und ihre Verdienste um das Wohl der Stadt? Dem möchten wir Abhilfe schaffen und wir haben 2018 begonnen, Straßennamen mit zusätzlichen Informationen zu versehen.

Unter dem Titel „Bildung im Vorübergehen“ bringen wir Zusatzschilder an, die über die Namensgeber der Straßen informieren. Auf diese Weise sollen sowohl den Besuchern als auch den Einwohnern Oldenburgs diese Persönlichkeiten nähergebracht und die Identifikation der Oldenburgerinnen und Oldenburger mit ihrer Stadt gefördert werden. In Augenhöhe wird jeweils zum Namensschild an jedem Pfosten ein QR-Code angebracht, mit dem man schnell mit seinem Smartphone noch detailiertere Informationen abrufen kann.

Die Kosten eines Schildes sind so bemessen, dass man mit kleinen Spenden von fünf bis zehn Euro aus den Reihen der Anwohner sehr weit kommt. Es sind auch Spenden von Nachfahren der Namensträger und aus Straßengemeinschaften, z.B. aus dem Ertrag eines Straßenfestes, denkbar. Man könnte auch als Geburtstagsgeschenk ein Zusatzschild zur Straße mit dem Namen des Großvaters spendieren. Erfahrungen zu diesem Projekten können schon jetzt auf den Internetseiten der Bürgerstiftungen von Braunschweig und Halle eingesehen werden, wo die Resonanz überaus enorm ist und bereits viele Straßenschilder mit Zusatzschilder ergänzt wurden.

Wollen auch Sie eine Straße vorschlagen und gleich für eine Straße spenden, dann kontaktieren Sie uns gerne montags-donnerstags unter 0441-50501613 oder per Mail.

Hier geht es zu den Straßen …

Wir möchten gerne mit Hilfe von Bürgern unsere Stadt weiter verschönern!

Zu unserem Projekt sind alle Bürger zum Mitpflanzen eingeladen. Wer nicht Mitpflanzen kann, unser Projekt dennoch unterstützen möchte, kann gerne unter dem Betreff „BürgerBlumen“ spenden.

Gestartet haben wir am Freitag, den 30. November an der Poststraße (Jordan). In Zusammenarbeit mit der Gartentruppe der Baumhaus Werkstatt gGmbH und interessierten Bürgern wurden Blumenzwiebeln gepflanzt, die im Frühjahr 2019 Farbe ins Straßenbild bringen werden.

Bild: Sascha Stüber NWZ

weitere Projektförderungen

Was wir bisher gefördert haben!

2018

  • Skiwoche für körperbehinderte Kinder – Schule Borchersweg
  • Fernes Land Osternburg – Werkstattfilm
  • dt. Meisterschaft im Straßenfussball – Integrations e.V.
  • Unterstützung Sozialwerk Oldenburg
  • wellcome – Ev. Familienbildungsstätte
  • Unterstützung Projekt Fahrräder für die Flüchtlinge
  • Unterstützug des Blauschimmel Ateliers

2017

  • Was ist dir wichtig? Woran glaubst du? – Martin-Luther-Kirche Oldenburg
  • Mein Körper gehört  mir! – Grundschule Bloherfelde
  • Theaterfestival – Mutik e.V.
  • Jubiläum und Vortrag Dr. Maaz – Kinderschutz-Zentrum
  • Unterstützung des PEKIP/DELPHI Angebots – Ev. Familienbildungsstätte
  • Flüchtlingsfrauen lernen Fahrradfahren – Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge“
  • Interkulturelle Woche – IBIS
  • MAP (Mini-Athleten-Projekt) – Hundsmühler TV

2016

  • Tablets – Oberschule Osternburg
  • Kunst im Quartier – Gemein. Werkstätten
  • Raumerfahrung – Grundschule Babenend
  • Alte Heimat / Neue Heimat – Kirchengemeinde Nikolai
  • Theaterfestival – Mutik e.V.
  • Begegnungen mit Flüchtlingskinder – Grundschule Kreyenbrück
  • Sprachkurs – Freundeskreis für Sinti und Roma
  • Elterntalk – „Wir für uns“ Kennedyviertel
  • Kinder-Reporter: Stadt der Kinder – Werkstatt Zukunft
  • Lift – Reitschule Sandkrug
  • Opstapje – Stadt Oldenburg
  • Broschüre Zuhause leben-Zuhause sterben? – Palliativwerk

In den Jahren zuvor wurden u.a. folgende Projekte gefördert.

Baumhaus Werkstatt – Seifenmanufaktur
Gemeinnützige Werkstatt NAHTürlich
Job-Paten
Jugendhof Steinkimmen
Konfliktschlichtung e.V.
KUL „Wir für uns“ Bewohner- und Bewohnerinnenverein Kennedyviertel e.V.
Mehrgenerationenhaus Oldenburg
Mentor- die Leselernhelfer e.V.
miniPARADIES
Präventionsprojekt Klasse 2000 an der Grundschule Nadorst
Service Learning- Kooperationsprojekt mit der Uni Oldenburg und der Agentur .ehrensache

Blue OL – Kulturfestival

Bildung im Vorübergehen

Wer ist Namensgeber der Peterstraße?

Ende April hat man sich an der Peterstraße getroffen, um sich im Rahmen des Projekts „Bildung im Vorübergehen“ dem Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755 bis 1829) zu widmen. Er hatte sich „Große Verdienste um den Klassizismus in Oldenburg erworben und war Begründer des Peter Friedrich Ludwigs Hospitals“, heißt es auf den Schildern an der Peterstraße, die diese Woche von Mitarbeitern der Sparda-Bank angebracht werden. Der Vorsitzende der Oldenburger Bürgerstiftung und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Dietmar Schütz, würdigte vor Anbringung des Schildes die Verdienste des Herzogs. „Er war wohl der Würdigste unter den Herzögen Oldenburgs“ so Schütz. Er bezeichnete ihn als großen Aufklärer und bürgernahen Herzog.

Eine fachkundige Unterstützung kam von Hans-Dieter Remmers vom Kulturbüro der Stadt. Die Sparda Bank hat ihren Sitz in der Peterstraße und das Schild finanziert. „Zumal das PFL nach wie vor in der Peterstraße steht, wenn auch nicht mehr als Hospital, sondern als Kulturzentrum, haben wir dieses Projekt gern unterstützt“, so Markus Fettback, Regionalleiter Nord der Sparda Bank.

Als nächste Straße wird die Roggemannstraße angepeilt. Hans-Richard Schwarz macht die Vorbereitungen. Wer sich hierbei oder bei einer anderen Straße beteiligen möchte, kann gerne die Geschäftsstelle der Oldenburger Bürgerstiftung kontaktieren Tel: 0441- 50 50 16 13 Mail: info@oldenburger-buergerstiftung.de.

Zusatzschild für Raiffeisenstraße enthüllt

Anlässlich des diesjährigen „Raiffeisen-Jahres“ ließ der Genossenschaftsverband
Weser-Ems e. V. (GVWE) gemeinsam mit unserem Projekt „Bildung im Vorübgergehen“ ein
neues Zusatzschild für die Raiffeisenstraße in Oldenburg anbringen. Darauf ist zu lesen:
„Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1818 – 1888. Genossenschaftsgründer und Sozialreformer.“
Der Vater der Genossenschaftsidee wäre am 30. März dieses Jahres 200 Jahre
alt geworden. Im Raiffeisen-Jahr wird deshalb mit vielen Veranstaltungen und Aktionen
bundesweit an ihn erinnert. Gleichzeitig wird auf sein Erbe aufmerksam gemacht: Mehr
als 22 Millionen Menschen sind in Deutschland in Genossenschaften organisiert. „Durch
das Anbringen des Zusatzschildes möchten wir die Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen,
dass seine Ideen heute relevanter und präsenter denn je sind“, erklärte Verbandsdirektor
Johannes Freundlieb vom Genossenschaftsverband bei einem Pressegespräch
aus Anlass der Enthüllung des Zusatzschildes.
Die Aktion ruft große Zustimmung hervor. „Wir freuen uns, dass die Oldenburger Bürgerstiftung
über den Genossenschaftsverband Weser-Ems mit dieser Idee auf uns zukam“,
führte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann aus. „Die Straße trägt Raiffeisens
Namen, um sein Wirken zu würdigen. Nun können sich Passanten und Anwohner ein
Bild davon machen, wer Friedrich Wilhelm Raiffeisen war.“

In Deutschland gibt es mehr als 1.500 Straßen und Plätze, die Raiffeisens Namen tragen.
Dennoch kennen wohl nur wenige den Namensgeber: Eine aktuelle repräsentative
Meinungsumfrage hat ergeben, dass nur 14 Prozent der Bevölkerung die Genossenschaftsidee
mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Verbindung bringen. In Oldenburg wird
sich das dank des neuen Zusatzschildes bald ändern,“ betonte GVWE-Abteilungsleiter
Harald Lesch.
„In Oldenburg gibt es viele Straßen, die die Namen verdienter Größen tragen, den Bürgern
jedoch weitgehend unbekannt sind. Mit dem Projekt Bildung im Vorübergehen (Zusatzschilder
für Straßennamenschilder) möchten wir dies ändern“, so Dietmar Schütz
Vorstandsvorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung. „Es freut uns, dass der Genossenschaftsverband
Weser-Ems auf unser Projekt aufmerksam geworden ist. Nun wünschen
wir das Bürger, Nachfahren oder Firmen nacheifern, um auch für ihre Straße ein
Zusatzschild zu erhalten“, ergänzt Projektleiter Dr. Hermann Klasen.

Die um 1800 von der Oldenburger Schiffer- und Kaufmannsfamilie Rose angelegte Rosenstraße
und teilweise heute auch Raiffeisenstraße war zunächst anschließend ein
Privatweg. Erst 1852 wurde sie als öffentliche Straße übernommen und durchgehend
bis zum Pferdemarkt verlängert. Mit dem Bau des Stadtringes und der Straße „Am
Stadtmuseum“ verlor diese Straße an Bedeutung.
Anfang der 50er Jahre wurde der nördliche Teil aus Anlass des „Deutschen Genossenschaftstages“
in den Weser-Ems Hallen in Oldenburg umbenannt. Der damalige Präsident
des heutigen Genossenschaftsverbandes Weser-Ems hatte diese bedeutsame
Bundestagung der Genossenschaftsorganisation nach Oldenburg geholt, wofür ihn der
Oberbürgermeister mit der Umbenennung in die Raiffeisenstraße dankte. Zu dem Zeitpunkt
waren in dieser Straße die Landwirtschaftliche Zentral-genossenschaft-RaiffeiseneG
(heute: AGRAVIS Raiffeisen AG), die Landesgenossenschaftsbank (heute: DZ
BANK AG), die Raiffeisen- und Volksbanken Versicherung (heute: R+V Versicherungsgruppe)
und der heute immer noch ansässige Genossenschaftsverband Weser-Ems e.
V. in der Straße angesiedelt.
Das Raiffeisen-Jahr 2018 – das Jubiläum für den Vater der Genossenschaftsidee: Friedrich Wilhelm
Raiffeisen. Am 30. März 2018 jährt sich der Geburtstag des Reformers zum 200. Mal. Seine
Idee bewegt weiterhin Menschen und Märkte. Die Genossenschaftsidee wurde 2016 von der
UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied einer Genossenschaft, und
immer mehr Menschen entdecken diese Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens – ob auf
der Suche nach fairen Finanzprodukten, nachhaltiger Landwirtschaft, unabhängiger Energieversorgung
oder bezahlbarem Wohnraum: Hier zählt das Wohl aller, nicht der Profit weniger. 2018
heißt es deshalb unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:
„Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“

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