BürgerFührungen

BürgerFührungen – und wieder ein neues Projekt der Oldenburger Bürgerstiftung

Das Motto lautet OldenbürgerInnen führen OldenbürgerInnen!

Es gibt viele Stadtführungen und doch ist es neu. Diese werden von OldenbürgerInnen für OldenbürgerInnen gemacht. 4 Termine wird es in 2017 geben, an den kostenlos durch Oldenburger Stadtteile geführt wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Oldenburger Bürgerstiftung feiert 10-jähriges Jubiläum

Leichter Zuwachs beim Stiftungskapital. Ehrenamtliche Helfer willkommen.

Von Bürgern für Bürger. Das sind die Grundgedanken der Oldenburger Bürgerstiftung im November 2006 gewesen. Auf der Informationsversammlung im September 2006 im PFL hatten sich 50 Interessierte getroffen. Sie bestärkten Renate Eriksen und deren Vater Marius Eriksen sowie Horst Rudolf Finger, Dr. Christiane Ratjen-Damerau und Kulturdezernent Martin Schumacher in ihrem Bestreben, eine Bürgerstiftung zu gründen. Am 21. November war es dann soweit: Im Ratssaal der Stadt Oldenburg wurde die Bürgerstiftung offiziell aus der Taufe gehoben: 50 Stifterinnen und Stifter unterschrieben die Gründungsurkunde. Jede(r) von ihnen stellte mindestens 1000 Euro für die gute Sache zu Verfügung, so dass am Ende ein Kapitalstock von 90 000 Euro auf dem Konto verbucht wurde.

Es gab schon viele Einzelstiftungen, aber keine, die das bürgerschaftliche und das zivilgesellschaftliche Engagement insgesamt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte. In dieser Zeit hat die Oldenburger Bürgerstiftung etliche Projekte „auf die Beine gestellt“. Zur Tradition geworden ist inzwischen der Oldenburger Bürgerbrunch, der immer am Sonntag nach dem Sommeranfang stattfindet. Dann treffen sich über 1.000 Oldenburger und Gäste zu einem gemeinsamen Frühstück auf dem Schlossplatz. Unterstützt von Oldenburger Künstlern. Etabliert ist auch die generationsübergreifende Schultütenaktion, die inzwischen fast 200 ABC-Schützen alljährlich zum Schulanfang mit einer gefüllten Schultüte versorgt. Eine Kooperation mit Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen in Oldenburg. Die Stadt Oldenburg verlieh dem Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst“ im letzten Jahr den Integrationspreis. Die Oldenburger Bürgerstiftung hat hierzu wesentliche Kosten für die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt und Reparaturkosten für Fahrräder übernommen, die an Flüchtlinge weiter geben wurden. Weitere Projekte sind die Babybegegnung, bei der eine Mutter mit ihrem noch ganz kleinen Baby ein Jahr lang wöchentlich einen Kindergarten besucht. Weitere Projekte betreffen die regionale Jugend- und Kulturarbeit und das soziale Engagement. Für diese Arbeit ist die Oldenburger Bürgerstiftung ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern.

Im Jahr 2017 heißt es: Gemeinsam mehr erreichen. Gefeiert wurde das Jubiläum am 24. Januar 2017. Die Festrede hat Karin Heidemann-Thien vom Vorstand der Bürgerstiftung Braunschweig gehalten. Thema: „Modell Braunschweig: Das Beispiel eines gelungen Aufbaus einer Bürgerstiftung“. Gründungsmitglied Renate Eriksen hat einen Rückblick der letzten Jahre gehalten und die Flour-Street-Jazzband unterhielt mit Oldenburger Jazztönen.

Arbeit der Oldenburger Bürgerstiftung findet weitreichende Anerkennung

Gütesiegel für soziale Gerechtigkeit und ehrenamtliches Engagement für die Stiftung. Ehrenamtliche werden gesucht.

Die Oldenburger Bürgerstiftung hat es im 10. Jahr ihres Bestehens wieder erreicht, dass ihr das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen erneut verliehen wird. Der Oldenburger Bürgerstiftung wird damit zum wiederholten Male bestätigt, dass ihre Satzung den Merkmalen einer ordentlichen Bürgerstiftung entspricht. Wichtig ist, dass die Oldenburger Bürgerstiftung wirtschaftlich und politisch unabhängig ist und gemeinnützig für Bürger eines definierten Einzugsgebietes (Oldenburg und Umgebung) handelt. Von Bürgern für Bürger. Politische Gremien und Verwaltungsspitzen dürfen keinen Einfluss auf Entscheidungen nehmen. In der Regel umfasst der Stiftungszweck den kulturellen Sektor, Jugend und Soziales, das Bildungswesen, Natur und Umwelt und den Denkmalschutz. Die Oldenburger Bürgerstiftung wirkt schwerpunktmäßig bei der Förderung der Bildung und Erziehung, der Jugend- und Altenhilfe und der Kunst und Kultur.

Die besonderen Projekte der Oldenburger Bürgerstiftung sind der Bürgerbrunch, der alljährlich weit über 1.000 Menschen zum gemeinsamen Frühstück auf dem Schlossplatz einlädt. Aus dem Erlös werden verschiedene Projekte mit finanziert. Die Schultütenaktion sorgt dafür, dass rund 200 finanzschwache Familien für ihre ABC-Schützen rechtzeitig zum Schulbeginn eine prallgefüllte Schultüte mit nützlichen aber auch süßen Sachen bekommen. Bei dem Projekt „Baby Begegnung“ besucht eine Mutter einmal die Woche mit ihrem neugeborenen Baby einen Kindergarten. Die Kinder lernen durch Beobachten der Interaktionen zwischen Mutter und Baby fürsorgliches Verhalten und soziales Miteinander. „Schule in Bewegung“ ist ein Projekt mit dem Ziel, Kinder durch Sport und Bewegung bei der Entwicklung zu gesunden und aktiven Persönlichkeiten zu helfen. Seit langem unterstützt sie wesentlich die Flüchtlingsarbeit in Oldenburg. Für die „Aktion Fahrrad“ erhielten die Ehrenamtlichen der Oldenburger Bürgerstiftung den Oldenburger Integrationspreis 2015. Das Projekt hilft Flüchtlingen, Fahrräder zu reparieren und diese für die eigenständige Mobilität und Integration zu nutzen. Mit ihren Projekten fördert die Oldenburger Bürgerstiftung soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, den Austausch zwischen den Generationen und die Mobilisierung bürgerschaftlichen Engagements. Bei allen Projekten sind ihr die Nachhaltigkeit und ihr spürbarer Nutzen für das Gemeinwesen sehr wichtig. Für diese Arbeit ist sie ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfers. Sie feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Infos: www.oldenburger-buergerstiftung.de

Das Foto zeigt den Vorstand der Oldenburger Bürgerstiftung von links: Markus Fettback, Bettina Unruh, Dietmar Schütz (1. Vorsitzender), Dr. Andreas Blomenkamp

Das neue Gesicht der Oldenburger Bürgerstiftung

Das neue Logo als kompakteste Darstellungsform der Oldenburger Bürgerstiftung spielt die entscheidende Rolle für die Wahrnehmung nach innen und außen.

Der Name wurde aus „sprachlichen“ und grafischen Gründen geändert. „Oldenburger Bürgerstiftung“ spricht sich leichter als „Oldenburgische Bürgerstiftung“. Außerdem konnte das Wort „Oldenburger“ leichter in die Grafik eingebaut werden. Der Bogen symbolisiert den Anspruch an die Gemeinsamkeit im Wirken der Bürgerinnen und Bürger.

 

Flüchtlingshilfe

Fluechlingshilfe-Oldenburgerbuergerstiftung

Für die ganz wesentlich von der Bürgerstiftung unterstützte Aktion Fahrrad erhielten die Ehrenamtlichen den Oldenburger Integrationspreis 2015. Das Projekt hilft Flüchtlingen, Fahrräder zu reparieren und diese für die eigenständige Mobilität und Integration zu nutzen.

20 Schrauber haben bisher 1.000 gespendete Fahrräder für Flüchtlinge repariert. Das ist die Bilanz im April 2018

Als Deutschland im Jahr 2015 von einer großen Flut an Schutzsuchenden aus aller Welt quasi überschwemmt wurde, haben Inge Viezens und Petra Lübbering die Idee entwickelt, alte Fahrräder zu sammeln, reparieren zu lassen und den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Petra Lübbing ist bedauerlicherweise inzwischen verstorben. Unterstützt wird die Aktion seither von der Oldenburger Bürgerstiftung. Die Stiftung stellt Geld für Material zur Verfügung. „Auch die Stadt zeigt sich großzügig“, sagt Viezens. Rund 20 Schrauber, Laien und Profis, haben seit drei Jahren unter der Federführung von Inge Viezens rund 1.000 von der Bevölkerung Oldenburgs gespendete Fahrräder repariert. Sie werden den Flüchtlingen gegen ein Entgelt von 20 Euro (inkl. Schloss und Korb) zur Verfügung gestellt. Ein Kinderrad kostet nur 5 Euro und jedes Kind bekommt auch noch einen Helm dazu. Nein, es ist kein Verein, der dazu gegründet wurde. „Unser Projekt ‚Fahrräder für die Flüchtlinge‘ läuft auch ohne Vereinsritualien professionell ab“, berichtet Viezens. Dazu gehört auch eine polizeiliche Registrierung aller Fahrräder, die auf den Namen der Oldenburger Bürgerstiftung läuft. Jedes Fahrrad bekommt ein Etikett, auf dem alle notwendigen Daten verzeichnet sind. Die Empfänger bekommen dazu einen Pass mit den gleichen Daten. Unterstützt werden die Schrauber auch von Flüchtlingen. In einem der riesen großen Hanger (Shelter genannt) auf dem ehemaligen Fliegerhorst sind die Fahrräder untergebracht. Vom Staatstheater Oldenburg wurden nicht mehr benötigte Kulissen gespendet, aus denen ein beheizbarer Raum in diesem Hanger gebaut werden konnte. Da steht dann auch schon mal der Titel einer bekannten Komödie oder eines erfolgreichen Trauerspiels an der Wand.

Mit Begeisterung sind 13 Frauen aus dem Iran, Irak, Eritrea, Syrien und anderen Ländern dabei, innerhalb einer Woche Fahrrad fahren zu lernen. Astrid Buntzel, Karin Bartelt und Maria Rißel holen die Frauen von Zuhause ab und bringen sie auch wieder zurück. Das Gebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorst ist perfekt zum Fahrradfahren lernen. Kein „Gegenverkehr“, kein Auto kreuzt die Wege und kein Fußgänger „steht im Weg“. In ihren Herkunftsländern ist Fahrradfahren für Frauen teilweise nicht erlaubt. Nach einem Tag Theorie mit vielen Videos, teilweise in ihrer Landessprache, beherrschen die Teilnehmerinnen schon bald die deutschen Verkehrsregeln. Die Kosten für die „Fahrlehrer“ Rudi Czipull und Wolfgang Bertram von der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg trägt die Oldenburger Bürgerstiftung. Der jüngste Teilnehmer ist 6 Jahre alt und radelt einfach so los. Er braucht keinen „Trainer“. Die Frauen üben zu Anfang auf einen „Simulator“, der Steigungen und Gegenwind nachahmt. Um das Gleichgewicht zu üben wird zunächst ein Tretroller benutzt. Die praktische Übung dauert zwei Stunden pro Tag. Eine Fahrt in die Stadt gehört ebenfalls zur Ausbildung. Zum Schluss wird allen Teilnehmerinnen ein Fahrrad überreicht. Gegen Entgelt natürlich. „Ich finde das enorm, was hier so unbürokratisch und ehrenamtlich geleistet wird“, freut sich unser Vorstandsmitglied Bettina Unruh.