BürgerGruß – 1000 Bilder Oldenburger Grundschulkinder schenken zu Ostern eine Freude

Wunderschöne Bilder werden verteilt, viele auch versehen mit persönlichen, warmherzigen Worten von Kindern. Unter dem Motto „BürgerGruß“ haben wir im vergangenen Jahr ein Projekt für ältere Menschen initiiert. Die Idee bestand darin, dass Schülerinnen und Schüler aus Oldenburger Grundschulen Seniorinnen und Senioren der Stadt mit selbst gemalten Bildern eine Freude machen. Acht Oldenburger Grundschulen sagten auch in diesem Jahr wieder sofort ihre Unterstützung zu und die Schulleitungen und Lehrkräfte berichteten erneut von der großen Freude, mit der sich ihre Schülerinnen und Schüler dem Gruß für die Seniorinnen und Senioren gewidmet haben.

Eine große Welle an Unterstützung erfuhr die Oldenburger Bürgerstiftung weiderholt von den Sozialverbänden, verschiedenen Seniorenprojekten und Kirchengemeinden in Oldenburg, die dabei halfen, den Senioren und Seniorinnen zu Hause den BürgerGruß zu überbringen. Zusammen mit den fast 1000 gemalten Bildern erhalten die Seniorinnen und Senioren auch noch eine fröhliche Grußkarte der Bürgerstiftung. Antworten, die die Seniorinnen und Senioren an die Oldenburger Bürgerstiftung senden, werden als Sammlung an die Grundschulen gegeben und so wird die geschenkte Freude an die Kinder zurückgegeben.

„Die Resonanz auf unser Projekt war wieder überwältigend. Und wir danken allen Beteiligten für die tatkräftige Mithilfe. Ohne diese wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen.“, so das einhellige Fazit von Barbara Rosier und Günter Tillmann vom Vorstand der Oldenburger Bürgerstiftung.

wellcome – ein tolles Projekt!

Beim Projekt „wellcome“ von der Evangelische Familienbildungsstätte (EFB) unterstützen Ehrenamtliche junge Familien mit einem Neugeborenen durch praktische Hilfe in den Wochen nach der Geburt und bei Bedarf bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Ein tolles Projekt mit viel bürgerschaftlichen Engagement, dass wir gerne wieder fördern!

Erinnerungszeichen in der Kurwickstraße und Achternstraße eingeweiht

Beim Projekt „Erinnerungszeichen – Erinnern auf Augenhöhe“ wurden am 01.02. zusammen mit dem Verein Werkstattfilm weitere Erinnerungszeichen eingeweiht, um an ermordete ehemalige jüdische Bürger*innen zu erinnern.

Kurwickstraße 5 und Kurwickstraße 33
An den Häusern der Kurwickstraße 5 und der gegenüberliegenden Kurwickstraße 33 wurden die Erinnerungszeichen in Form von Tafeln für Gertrud Grünberg, Berta Berlowitz geb. Grünberg und Julius Parnes angebracht. Alle drei entstammten ostjüdischen Familien, die unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg vor Antisemitismus und Armut nach Oldenburg flohen. Die Familie Parnes eröffnete 1913 an der Kurwickstraße 33 ein Konfektions- und Schuhwarengeschäft, während Familie Grünberg ab 1914 an der Kurwickstraße 5 Konfektionswaren und alte Möbel verkaufte. Der 1913 geborene Julius Parnes wurde wie sein Vater Kaufmann, musste 1939 jedoch im Straßenbau arbeiten. Weder die Mitglieder der Familie Parnes noch der Familie Grünberg erhielten je einen deutschen Pass, obwohl sie länger als 20 Jahre in Oldenburg lebten. Das Haus der Familie Grünberg an der Kurwickstraße 5 wurde nach 1933 Zufluchtsort von bis zu 50 jüdischen Menschen, die nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten ihre Wohnungen an anderen Orten in Oldenburg verloren. 1939 war die Kurwickstraße 5 auch Sitz der jüdischen Schule, nachdem deren Gebäude neben der Synagoge an der Peterstraße in der Reichspogromnacht niedergebrannt wurde. Der Vater Meier Leib Grünberg und die Eltern der Familie Parnes wurden bereits am 28.10.1938 von den deutschen Behörden nach Polen abgeschoben. Seiner Frau Gertrud Grünberg, geb. 1874 in Kattowitz, gelang noch die Flucht nach Berlin. Von dort wurde Sie jedoch nach Theresienstadt und 1943 nach Auschwitz deportiert. Das Datum ihrer Ermordung in diesem Vernichtungslager ist nicht dokumentiert. Seine Tochter Berta Berlowitz lebte bis Anfang 1942 in Berlin. Von dort wurde sie nach Riga deportiert. Auch in ihrem Fall ist kein Todesdatum dokumentiert. Nachdem Julius Parnes wie alle übrigen Juden Anfang 1940 Oldenburg verlassen musste, lebte er noch anderthalb Jahre in Bremen. Seine Deportation erfolgte am 18. November 1941. Am 28. Juli 1942 wurde er in Minsk ermordet.

Achternstraße 38
Ein weiteres Erinnerungszeichen in Form einer Tafel wurde in der Achternstraße 38 für Lion Bukofzer eingeweiht. Lion Bukofzer war von 1919 -1930 Ratsherr der Stadt Oldenburg. Er betrieb in der Achternstraße das Textilunternehmen Schulmann in das er eingeheiratet hatte. Am 10.07.1942 wurde er nach Theresienstadt und von dort am 28.10.1944 nach Ausschwitz deportiert. Das Datum seiner Ermordung ist ebenfalls nicht dokumentiert.

Neue Flyer

Mit dem neuen Jahr gibt es unseren neuen Flyer. Auch unsere Projekte wurden bedacht und haben jeweils einen Flyer erhalten.

Und hier geht es zum Flyer und zu den Projektflyern.

Erinnerungszeichen – Basar für eine Stele

In der Brüderstraße erinnert bald eine Stele an die jüdische Familie Weinberg. Die Straßengemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, das Erinnerungszeichen zu finanzieren und veranstaltete daher einen Adventsmarkt. Fast 1.000,00 € kamen zusammen. Doch die Finanzierung steht noch nicht. Ein Erinnerungszeichen kostet rund 3.000,00 €.

Weitere Spenden und Unterstützungen sind daher über uns oder die Straßengemeinschaft willkommen.

Infos und Kontakt auch unter:  www.bruederstrasse-oldenburg.de 

Vielen Dank für dieses großartige Engagement!