Erneut ausgezeichnet: Gütesiegel bestätigt Qualität und Engagement

Erneut wurden wir mit dem Gütesiegel für Bürgerstiftungen ausgezeichnet – eine Anerkennung, die wir nun seit 2016 tragen. Das Gütesiegel wird vom Bundesverband Deutscher Stiftungen vergeben und erhalten nur Bürgerstiftungen, die bundesweit festgelegte Qualitätskriterien erfüllen. Dazu gehören unter anderem eine klare lokale Ausrichtung, die Unabhängigkeit von politischen Interessen sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Spendengeldern. Aktuell tragen 245 der über 400 Bürgerstiftungen in Deutschland diese Auszeichnung.

Wir engagieren uns seit fast 20 Jahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt. Ende dieses Jahres feiern wir Jubiläum. Mit Projekten wie der Aktion Schultüte, dem BürgerSingen, demBürgerBrunch sowie weiteren Bildungs-, Kultur- und Sozialprojekten bringen wir Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen und fördern Teilhabe in Oldenburg.

„Bürgerstiftungen mit Gütesiegel zeigen, wie Engagement vor Ort nachhaltig wirkt – mit Zeit, Ideen und finanzieller Unterstützung aus der Bürgerschaft“, betont Prof. Dr. Burkhard Küstermann, Vorsitzender der Gütesiegeljury.

Jahresbericht 2025 ist da

Der Jahresbericht 2025 ist ab sofort verfügbar. Er gibt einen Einblick in die wichtigsten Entwicklungen, Projekte und Ergebnisse des vergangenen Jahres und zeigt, welche Schwerpunkte unsere Arbeit geprägt haben.

Wir laden Sie herzlich ein, einen Blick hineinzuwerfen und sich ausführlich zu informieren.

Der Jahresbericht 2025 kann hier abgerufen werden. 

Frohe Weihnachten und einen gesunden Rutsch ins Jahr 2026!

Ab dem 05.01.2026 sind wir wieder wie gewohnt montags – donnerstags von 8:30-12:30 Uhr für Sie da!

Begegnungen auf Augenhöhe für Familie Meyberg

Die Meybergs aus den USA und Israel weihen ein Erinnerungszeichen für ihre ermordeten Familienangehörigen ein.

Als Mike Meyberg vor etwa einem Jahr einen Videoanruf von der Oldenburger Bürgerstiftung erhielt, war er zunächst skeptisch, ob man denn wirklich im norddeutschen Oldenburg ein Erinnerungszeichen für seine im Holocaust ermordeten Familienangehörigen aufstellen wolle. Wie hatte man ihn überhaupt gefunden und zugegebenermaßen wusste er auch nur wenig über das Oldenburger Kapitel seiner Großmutter Fanny und seines Großvaters Meir. Aber Mike Meyberg im entfernten Plano Texas besaß einen noch nie geöffneten Karton mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit des düstersten Kapitels der deutschen Geschichte. Und so setzte sich allmählich mit den Bildern und Dokumenten aus Mikes Kiste und den Recherchen der Bürgerstiftung die Geschichte des ehemaligen AGO-Schülers Julius Meyberg, seines Bruders Gustav und seiner Eltern Fanny und Meir Meyberg puzzleartig zusammen. Am 09.11.2025 ist es nun soweit. Gustavs Sohn Mike und dessen Tochter Linda sind Gäste der Stadt Oldenburg und werden am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zwei Erinnerungszeichen für ihre Familie einweihen.

Nachdem vor Jahren die Jüdische Gemeinde Oldenburgs sich gegen die Verlegung von Stolpersteinen ausgesprochen hatte, rief der Vorsitzende der Oldenburger Bürgerstiftung und ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg Dietmar Schütz das Projekt der Erinnerung auf Augenhöhe ins Leben. Inzwischen hielt Herr Schütz Vorträge in Schulen und Hochschulen, Wirtschaftsverbänden, sozialen Zirkeln, Vereinen und Straßengemeinschaften, um für die Idee der Erinnerungszeichen zu werben und an das Verantwortungsgefühl der Oldenburger zu appellieren, denn nicht die Stadt Oldenburg, sondern die Bürger sollten diese Erinnerungszeichen aufstellen und finanzieren.

Heute zeugen insgesamt 88 Erinnerungszeichen an 37 Orten über die gesamte Stadt verteilt von den Wohnorten ehemaliger Oldenburger Juden und Jüdinnen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

Mehr zur Familiengeschichte und zum Projekt finden Sie hier.

Meyberg, Julius 1910

Meyberg, Fanny