Erben und Vererben

Erbrechtstag der Oldenburger Bürgerstiftung.

Erben und Vererben – aber richtig. Bei dem Thema Erben und Vererben ist die Verunsicherung ebenso groß wie das Interesse daran. Die Oldenburger Bürgerstiftung möchte Interessierten daher in ihren Gedanken, Überlegungen und Planungen unterstützen und lädt zu einem Vortragsabend am 02. November 2017 um 18.00 Uhr zu folgenden Themen ein: „Testamentsgestaltung – auf die richtige Formulierung kommt es an!“ und „Der Pflichtteil – die richtige Weichenstellung zu Lebzeiten“. Als Referenten und Moderatoren stehen Rechtsanwalt und Notar Dr. Johannes Lameyer und Rechtsanwalt und Notar Godehard Vogt zur Verfügung. Weitere Informationen finden sie hier.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer „Wie retten wir unsere Söhne?

Liebe Interessierte, Freunde und Förderer,
aufgrund der großen Nachfrage nach weiterführender Literatur hat Prof. Dr. Pfeiffer der Oldenburger Bürgerstiftung im Anschluss an seinen Vortrag am 25.09.2012 in der Aula des NGOs dankenswerter Weise folgende Texte zur Verfügung gestellt:

Zu wenig Liebe für unsere Söhne_Teil 1

Zu wenig Liebe für unsere Söhne_Teil 2

CENT_6_09_62_Leistungskrise der Jungen I

CENT_7_09_72_Leistungskrise der Jungen II

Laudatio auf M_Rasfeld 23-5-11

Computerspielsucht – der große Leistungskiller.6-10-11doc

Ein Interview mit Gerald Hüther über die Initiative „Schule im Aufbruch“ finden Sie hier weitere Informationen finden Sie unter www.schule-im-aufbruch.de

Die Oldenburger Bürgerstiftung fördert Projekte zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen in Oldenburg. Unterstützen Sie uns dabei als Stifter, Spender oder im Ehrenamt.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Ihre Oldenburger Bürgerstiftung
Tel.: 0441-50501613

Die Gesellschaft – was hält sie, was treibt sie auseinander?

 

Der Bielefelder Soziologe Prof. Wilhelm Heitmeyer leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, das 1996 gegründet wurde.

Die Arbeiten des Instituts konzentrieren sich auf theoretische und empirische Analysen sowohl konstruktiver wie destruktiver Konflikte und ihrer Folgen. Insbesondere die Ausmaße und Ursachen von Gewalt stehen im Mittelpunkt der Arbeit.

 

Heitmeyer sucht nach den Ursachen von Gewalt in der Gesellschaft. Seit den achtziger Jahren beschäftigt ihn, wie Integration und Desintegration zusammenhängen und weshalb Ausgrenzung zu Aggressionen führt. Heitmeyer will wissen, was in der Mitte der Gesellschaft geschieht:

Jede Gesellschaft hat die Aufgabe, wenigstens drei Integrationsprobleme für Alteingesessene wie Einwanderer zu lösen. Erstens stellt sich das Problem des Zuganges zu Arbeit und Wohnungsmarkt, also zu den materiellen und kulturellen Gütern, zweitens die Teilnahmemöglichkeiten an öffentlichen Angelegenheiten und drittens geht es um stabile soziale Zugehörigkeiten.

Mehr denn je stellen sich inzwischen Fragen nach Desintegrationsgefahren für Einzelne wie für Gruppen mit allen Folgen der Abwertung, Diskriminierung bis hin zur Gewalt.

Religion und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen

Zusammenhang zwischen religiösen Einstellungen und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen

Am Donnerstag, dem 30. September 2010, referierte Prof. Christian Pfeiffer im Kulturzentrum PFL über die kritische Situation von Jugendlichen in unserer Gesellschaft. Pfeiffer thematisierte die Rolle der religiösen Erziehung bei der Integration und Gewaltbe­reitschaft von jungen Migranten.

2007/2008 führte das KFN bundesweit eine Befragung von knapp 45.000 von Neunklässlern durch. Die 14 bis 16-Jährigen gaben Auskunft über ihre Zugehörigkeit zu einer Religionsgemein­schaft, zur persönlichen Religiosität und wie sich die Religion auf ihr Verhalten auswirkt. Im Ergebnis zeigte sich, dass sich eine islamische  Religionszugehörigkeit auf die Integration junger Migranten signifikant auswirkt: Während die Gruppe von jungen Migranten ohne Konfessionszugehörigkeit am besten integriert ist, sind junge religiöse Muslime am wenigsten integriert.  Am Beispiel der türkischen Jugendlichen deutlich: je intensiver sie religiös eingebunden sind, desto schlechter sind sie integriert. Nur  knapp 22 %  der türkischen Jugendlichen, die sich als „sehr religiös“  bezeichnen, haben deutsche Freunde,  nur 11,5 %  besuchen das Gymnasium und nur 14,5 %  fühlen sich als Deutsche, obwohl sie in Deutschland geboren sind. Im Gegensatz dazu ist die Gruppe, die sich als  „nicht religiös“ bezeichnet, zu 43 % mit deutschen Jugendlichen befreundet, streben zu 22 % das Abitur an und gut 50 % fühlen sich als Deutsche.

Ebenfalls untersucht wurde der Zusammenhang von Religiosität und Jugendkriminalität. Für alle Religionen ergibt sich: Je stärker Jugendliche in ihrem Glauben verankert sind, umso seltener begehen sie einen Ladendiebstahl oder haben Alkoholprobleme. Im Hinblick auf das Gewaltverhalten zeigt sich eine gegensätzliche Tendenz: Junge Christen begehen mit steigender Religiosität weniger Gewalttaten. Für junge, männliche Muslime geht jedoch die zunehmende Bindung an ihre Religion mit einem Anstieg der Gewalt einher.

Drei Einflussfaktoren können für die Gewaltbereitschaft von jungen Migranten erwogen werden:

  • die Akzeptanz von Gewalt als legitime Männlichkeitsnorm  („Machokultur“),
  • die Anzahl von straffällig gewordenen Freunden
  • und der Konsum von gewaltreichen Medien.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer „Jungen in der Krise“

Jungen in der Krise – Vortrag mit Prof. Christian Pfeiffer 

Auf Einladung der Oldenburger Bürgerstiftung referierte Prof. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsin­stituts Niedersachsen, im Oktober 2009, unter dem Titel „Jungen in der Krise – was ist zu tun?“ über die schwierige Situation von Jun­gen in unserer Gesellschaft.

Am 22. Oktober 2009 beleuchtete Prof. Pfeiffer im Ehemaligen Landtag die Hintergründe und die Rolle des Me­dienkonsums bei Kindern und Jugendlichen. Er zeigte neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Auswege auf.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg für die Oldenburger Bürgerstiftung. Der Saal im Ehemaligen Landtag war bis in die letzten Reihen gefüllt. Mehr als 300 Gäste wollten den Referen­ten hören und informier­ten sich nach der Veranstaltung über die Oldenburger Bürger­stiftung und ihre Arbeit.